Katar richtet die 22. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer im Jahre 2022 aus. Erstmalig findet eine Fußball-WM in einem Wüstenstaat statt. Ob das wichtigste Sportereignis der Welt wegen der hohen sommerlichen Temperaturen im Winter ausgetragen wird, ist noch nicht endgültig entschieden.Das Emirat am Persischen Golf setzte sich bei der Vergabe der Weltmeisterschaft gegen seine Mitbewerber aus den USA, Südkorea, Japan und Australien durch. Zwölf Stadien in sieben Städten Katars sind als Spielorte für das Turnier vorgesehen. Neun Arenen sollen als kompletter Neubau entstehen. Die Investitionskosten der Katar-WM belaufen sich auf rund drei Milliarden US-Dollar.
Die größte Spielstätte der Fußball-WM ist in der Retortenstadt Lusail geplant. Das Lusail Iconic Stadium soll einmal Platz für 86.250 Zuschauer bieten. Diese Arena ist für das Finale der Katar-WM vorgesehen. Die meisten Stadien, sechs an der Zahl, stehen bei der Weltmeisterschaft 2022 in der katarischen Hauptstadt Doha. Die Entfernung zwischen den Austragungsorten beträgt lediglich 30 Kilometer.
Im Sommer herrschen in Katar Temperaturen bis zu 50 Grad Celsius. Mit einer innovativen Klimatechnik wollen die Veranstalter der Katar-WM die Luft in den Stadien bis auf 25 Grad abkühlen. Nach dem Turnier sollen die Arenen wieder zurückgebaut werden.
Zwar ist Fußball die Sportart Nummer eins in dem Wüstenstaat, große Erfolge gelangen der Nationalmannschaft von Katar bisher noch nicht. Bisher qualifizierte sich die katarische Auswahl noch nie für eine Fußball-WM. Der größte Erfolg war das Erreichen des Viertelfinales beim Olympischen Fußballturnier 1992 in Barcelona. Zudem gewann Katar 1981 die Vize-Weltmeisterschaft bei der Junioren-Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land.
Mit Stefan Effenberg und Mario Basler tummelten sich auch schon zwei Deutsche in der höchsten Spielklasse des Landes, der Qatar Stars League.